Den Treidelweg zurückerobern

Der Treidelweg begleitet den Finowkanal über seine gesamte Länge ursprünglich auf beiden Seiten des Ufers. Er diente früher dazu, die Bewegung der Schiffe an Tagen an denen nicht gesegelt werden konnte, überhaupt erst zu ermöglichen. Hierzu dienten Pferde oder auch Menschen, die an langen Seilen vor die Schiffe gespannt wurden und sie zogen.

Im Laufe der Jahrhunderte ist er allerdings in einigen Teilen des Barnim aus dem Bewußtsein der Menschen fast verschwunden und so machten wir uns heute in einer gewagten Expedition daran, den Treidelweg im Bereich zwischen den Schleusen Schöpfurth (Finowfurt) und Grafenbrück zurück zu erobern.

Ich war bereits vor mehreren Jahren diese Strecke gefahren und hatte somit eine ungefähre Vorstellung von dem was uns erwartete. Allerdings wurde meine Hoffnung, daß wir ähnlich gut durchkommen würden, etwas enttäuscht. Der Weg war streckenweise so zugewachsen, dass eine Machete viel geholfen hätte.

Endlich geht es los

Der Finowkanal ist seit knapp einer Woche wieder durchgängig befahrbar. Entgegen der ursprünglichen Ankündigungen konnte der Termin der feierlichen Eröffnung zum Beginn der Saison nicht gehalten werden. Da aber der Probebetrieb erfolgreich verlief, werden auch schon Schiffe geschleust.

Auf dem Bild sehen wir Segler in der Schleuse Leesenbrück (Ortslage Marienwerder)