Werbellinseeregatta 2009

Langsam scheint es sich in Brandenburg herumzusprechen, dass man bei uns auf dem See vorzüglich 20er segeln kann, denn wie sonst ist es zu erklären, dass 7 auswärtige Teams nur noch 6 Einheimischen gegenüberstanden und somit das Feld bei der Werbellinseeregatta in eine Zweiklassengesellschaft teilten?

Die meteorologischen Bedingungen stellten die Wettfahrtleitung auf die Probe und strapazierten die Nerven der Teilnehmer, da der Wind manchmal stark drehte und insgesamt nicht gleichmäßig über den See verteilt war. Insgesamt war es aber doch halbwegs fair und wer den Werbellinsee bei dieser Windrichtung (O bis SO) kennt, weiß dass es schlimmer kommen kann.

Gesegelt wurde bei den 20er Jollenkreuzern nach Yardstick. Das bedeutet, dass alle Schiffe, die nach 1993 gebaut wurden, eine 99 als Faktor erhalten. Schiffe, die früher gebaut wurden, erhalten höhere Faktoren, mit denen der bauliche Unterschied herausgerechnet werden soll. Bei den Schiffen vom See lag dieser Yardstickfaktor zwischen 108 und 110.

Dass damit aber kein wirklicher Ausgleich geschaffen wird, ist klar, wenn auf die Ergebnisliste geschaut wird. Auf den ersten Plätzen liegen die Schiffe mit der 99 und auf den hinteren Plätzen die 108, 109, 110.

Aber egal, wir waren mit diesem Handikap bewußt gestartet und haben uns vor dem Start auf die revierinternen Kämpfe gefreut.

Uns ist bei fast allen Wettfahrten ein guter Start gelungen, was auch auf den Bildern des pixelsammlers teilweise gut zu erkennen ist, auch wenn wir kaum zu sehen sind:


Quelle: pixelsammler: Erfahrungsbericht Mastkamera

Auf dem Bild sind wir schlecht zu erkennen, erst bei genauerer Betrachtung ist der weiße Bug weit in Lee zu erkennen, der Start in Lee der anderen war auch meine bevorzugte Position, da sie möglichst lange freien Wind versprach.

Und den besten Start legten wir, obwohl er aus unserer Sicht nicht so perfekt ablief, am Sonntag vor. Wo wir mit Steuerbord starteten und vor dem gesamten Feld quer fahren konnten. Bis zu zwei Dritteln der Strecke lagen wir am Sonntag auch noch ganz gut, versackten dann aber mal wieder im Windloch. Trotzdem wurde dies zu unserer besten Wettfahrt, da wir uns von unseren Seegegnern wieder lösen konnten und am Ende die interne Wertung knapp gewonnen.

Gesamte Ergebnisliste hier: 57. Werbellinseeregatta – 20er Jollenkreuzer

Sherry Sherry

Der Sherry-Cup ist eine seit vielen Jahren vom Yachtclub Schorfheide ausgetragene Regatta für Jollen, Jollenkreuzer und Kielboote, gewertet wird nach Yardstick. Gesegelt wurde meistens im Herbst oder Spätsommer und so war dies meist die letzte Möglichkeit für einen kleinen Schlagabtausch mit seinen Gegnern auf dem Werbellinsee.

In diesem Jahr haben wir es endlich wieder einmal geschafft teilzunehmen. Der späte Start um 13.00 Uhr ermöglichte es uns, unter Segeln nach Joachmisthal zu fahren und fast direkt nach unserer Ankunft ging es auch schon weiter.

Die Wettfahrt ist schnell erzählt, denn es gelang uns trotz kleiner technischer Probleme, einen guten Start hinzulegen und ganz knapp hinter dem ersten um die Luv-Boje zu gehen. Anschließend ging es Vorwind über den See, wobei ich möglichst lange versuchte platt vor Laken mit nach Luv ausgebaumter Genua zu segeln.


Blick auf einen Teil des Feldes nach ca. 1/3 der Vorwindstrecke

Die Dochnoch lief gut und so hatten wir auf unsere direkten Konkurrenten einen guten Vorsprung bis zur Wendemarke an der Barschbergboje herausgesegelt, hatten als Orientierung und auch Matchgegner Lommel direkt hinter uns, der mit seinem H-Boot ähnlich schnell wir waren.

Als der Wind auf der östlichen Seehälfte jedoch etwas auffrischte, überholte er uns aber wieder und so kamen wir nur als zweite ins Ziel vor dem Yachtclub. Bei den Jollenkreuzern hatten wir aber einen sehr großen Vorsprung und somit einen überlegenen ersten Platz eingesegelt.

Ein interessantes Detail sei noch angemerkt, die Sieger der 3 Klassen waren auch die ersten 3 Schiffe an der Luvtonne und sie kamen alle von Stahl Finow. Neben der Dochnoch bei den Jollenkreuzern gewannen Wulf und Basti bei den Jollen auf einer Ixylon und Lommel mit Crew bei den Kielbooten.

56. Werbellinseeregatta

Am letzten Wochenende hieß es mal wieder segeln auf dem Werbellinsee. Die 56. Werbellinseeregatta stand auf dem Programm, die zudem für uns als 20er Jollenkreuzer auch noch eine Landesmeisterschaft war.

Die Bedingungen (heftige Böen bis weit über 6 Beaufort) stellten große Herausforderungen an Mensch und Material. Das führte zu einigen Ausfällen vor allem bei 420er und XY. Und für uns war unter diesen Bedingungen leider nur ein Mitfahren statt eines Mitkämpfens möglich, zudem auch noch das Vorsegel bei der dritten Wettfahrt aufriß.

Das Ganze ergab aber einen schönen Kurssalat, der nach zwei Tagen so aussah:

(ausgewertet mit gpssies und google earth)

Wer mehr über die Ergebnisse erfahren will, wird hier fündig: Ergebnisse der 56. Werbellinseeregatta

Dochnoch besiegt sie alle

Am Mittwoch erst hatte ich die Dochnoch zu Wasser gelassen, am Sonnabend stand aber schon die erste Bewährungsprobe auf dem Programm: Frühjahrsregatta auf dem Werbellinsee.

Und es wurde ein voller Erfolg, denn die Dochnoch siegte nicht nur in der Klasse der Jollenkreuzer sondern segelte auch die schnellste Runde aller Yachten und erhielt damit das „Blaue Band vom Werbellinsee“ überreicht.

Einige Bilder von der Veranstaltung, die ich im Bereich der Luvtonne aufnahm, im Anschluß: