Über Nordwest nach Nordost

Noch immer quält mich eine kleine Behinderung, die ich mir am vergangenen Wochenende auf schneebedeckten Hängen zugezogen hatte und so änderte ich all meine Bikepläne und versuchte herauszufinden, ob es nicht auch möglich ist, über Nordwest die große Stadt zu verlassen und anschließend über nette kleine Waldwege entspannt nach Hause zu fahren.

Etwas vergleichbares hatte ich vor gut zwei Jahren schon einmal getan. Allerdings war dies nach dem Ende des Sommers und nach einem langen Arbeitstag. Einen Teil dieser Tour habe ich auch hier: Berlin – Oranienburg – Liebenwalde schon beschrieben.

Heute sollte es zunächst noch weiter nach Westen gehen, dann aber eher geradlinig nach Nordost und ich wollte endlich die gesamte Briese abfahren.

Der Start in der Stadt ist sehr ruhig. Es ist halb 10, als ich die Stollen das erste mal abrollen lasse und die Stadt scheint nochzu schlafen. Fast ohne Verkehr geht es vom Kleistpark zunächst über die Grunewaldstraße nach Westen. Den Ferbelliner Platz habe ich gerade hinter mir gelassen, als meine Front auf einmal richtig matschig scheint, eine kurze Kontrolle ergibt einen Schleicher!

Leicht entnervt mache ich mich ans Schlauchwechseln – toller Tourbeginn denke ich. Der Conti Navigator wehrt sich dann auch noch beharrlich gegen eine Demontage – wußte garnicht mehr, daß der so schwer geht. Aber als ich noch am Fummeln und leisen Fluchen bin, hält eine Bikerin neben mir und bietet mir ihre Hilfe an. Das schien schon gereicht zu haben, denn gerade in dem Augenblick kommt der Mantel dann doch über den Felgenrand und ich kann den Schlauch wechseln.

Ab hier geht es nach Norden über kleine Straßen bis in die Siemensstadt. Hier folge ich dem Verlauf der alten Siemensbahn und frage mich, warum die keiner mehr aufbaut – denn obwohl Siemens wohl nicht mehr so viele Beschäftigte hat, könnten doch auch die Anwohner damit fahren und so schneller in die City kommen. Oder verlassen die ihr Heim nie?

In Spandau quere ich die Havel und arbeite mich auf topfebenen und ,Dank einer Kooperation unseres geliebten Asphaltklubs mit dem Senat der Stadt, oft auch asphaltierten Wegen nach Norden. Nur ein Paar nette Kilometer Trail entlang des Westufers des Niederneuendorfer Sees bringen Abwechslung.

Von Hennigsdorf bis Birkenwerder geht es weiter auf Asphalt auf dem Ostufer der havel. Hier gibt es nochmal zwei kürzere Stück Trail auf den ich dem Asphaltwahn entfliehen kann, ehe ich durch Nebenstraßen von Birkenwerder zur Briese komme. Die Briese scheint gerade viel Wasser zu führen, denn es reicht bis fast an Luxusweg.

Über die Rote Brücke überquere ich die S-Bahnlinie in Birkenwerder und kurz darauf auch den Berliner Ring Ring und endlich ist dieses ganze urbane und suburbane Gesiedel zu Ende, grenzenlose Natur umgibt mich. Naja, fast zumindest denn die Wege rechts und links der Briese sind ordentlich gepflegt und teilweise eingezäunt, aber immerhin nicht befestigt.

In mäßigem Galopp reite ich immer entlang dieses Kleinodes des Nordberliner Umlands, zuerst auf dem West, dann auf dem Ostufer. Das Tal ist zunächst relativ schmal und der Fluß windet sich auch etwas. Erst weiter im Norden wird es weiter, ehe es im Bereich des Lubowsees bzw. Zühlsdorfs richtig breit wird und die Wälder zurück treten.

An der Kreuzung mit der Landstraße von Lehnitz nach Summt ahne ich schlimmes, denn der Parkplatz ist voller Autos. Und richtig, immer wieder treffe ich auf kleine Gruppen urbaner Wesen, die so garnicht in diese Landschaft zu passen scheinen. Wie Fremdkörper stehen oder gehen sie und reden dabei laut, haben kaum mehr Gedanken frei, als für die eigenen Worte.

Aber die vielen Fußgänger nehme ich schon kaum noch war. Ich zähle zwar ihre Gruppenstärke und überlege, wie viele denn nun noch kommen werden, aber das läuft alles mehr wie in Trance. Ich merke mehr, wie ich langsam anfange zu kochen, gleichzeitig

Zühlsdorf umfahre ich im Norden, um dann parallel zur Bahnlinie nach Basdorf zu kommen. Hier meist „normale“ Wald- und Feldwege, aber kurz vor Basdorf wird der Trail spannender und wenn es feuchter wäre, siche rauch morastiger. Ab Basdorf geht es weiter entlang der Bahn, diesmal aber Richtung Nordost und dann hinein in die Basdorfer Heide.

Entlang ihres nördlichen Randes führt mich ein kleiner Pfad Richtung Osten. Immer wieder muß ich absteigen und mein Bike über Bäume tragen. Sind dies noch die Reste von Kyrills Werk oder liegen die Stämme hier schon länger?

Es geht weiter Richtung Waldsiedlung durch den Wald. Und hier könnte ich mal wieder kotzen, denn irgendwelche Deppen haben mehrere Haufen mit Sperrmüll in den Wald gekippt! Erschießen müßte man sie, nachdem sie alles wieder rausgeräumt haben.

Im Bereich der Waldsiedlung noch ein netter Trail, der sich auf der Innenseite der alten Begrenzungsmauer entlang schlängelt. Teilweise ist er kaum zu sehen, aber die Mauer dient immer als Orientierung. Ich rolle teilweise schon wie im Delirium umher und überlege, wie ich es so noch bis in meine Heimat schaffen soll, aber beim überqueren der B273 habe ich plötzlich so einen herzhaften Geruch in der Nase und das Parkstübl zieht mich magisch an, ich kann heute einfach nicht vorbei fahren.

Als ich dachte, jetzt müsse aber langsam das Essen kommen, verdunkelt es sich draußen plötzlich und zwei schwarz gekleidete Herren treten ein … und ich treffe Acke und einen seiner Kameraden vom ESK

Ab dem Parkstübl geht es die letzten 30 Kilometer über bekannte Wege vorbei am Liebnitzsee, wobei ich den netten Ufertrail wegen der vielen zu erwartenden Fußgänger auslasse, weiter nach Ützdorf, Prenden und Richtung Buckowsee. Kurz vor dem Buckowsee bekomme ich aber nochmal die Krise: der bisher immer so gut fahrbare Waldweg wird neu geschottert mit einem Sand-Splittgemisch. Die Arbeiten laufen noch, denn nur auf dem ersten Kilometer ist das Material verteilt, weiter hinten liegen große Haufen, die nur etwas breit gefahren sind – aber mußte das eigentlich sein?

Ein letzter Schlenker runter an das Ufer des Buckowsees. Er liegt wie immer verträumt inmitten der Bäume und lädt eigentlich … eigentlich nicht zum Baden ein, denn das Wasser ist verdammt kalt.

Am Ende stehen gut 90 Kilometer auf der Uhr und mein Pferdchen hat mich trotz des Plattens zu Beginn zuverlässig nach Hause gebracht und ich freue mich auf weitere gemeinsame Touren.

505 Hunger Preis

Traditionell gibt es in Berlin immer im Herbst noch eine 505-Regatta auf dem Wannsee oder der Großen Breite. Die letzten Jahre war dies immer der Grand Slam, durchgeführt vom Deutsch-Britischen-Yachtclub in Berlin Gatow. Aber nachdem es nicht nur im letzten Jahr auf dem Wasser ziemlich durcheinander ging (letztes Jahr ein Kurs, der diverse Kenterungen provozierte, zudem nervten die vielen langsamen Einhandjollen auf dem Kurs), sollte dieses Jahr alles neu und anders werden.


Denn in diesem Jahr waren wir Teil des Joachim – Hunger – Gedächtnis – Preises, der alljährlich vom VSAW durchgeführt wird. Erstaunlich war in diesem Jahr auch die extrem hohe Teilnehmerzahl von 27 Schiffen. Beim Grand Slam waren es zuletzt immer um 15 Schiffe, die am Start waren. Neben uns waren noch Tornados, 470er, 29er und FDs am Start.

Ursachenforschung wäre in dem Zusammenhang mal interessant, denn es kam einiges zusammen. Zum einen ist die Klasse durch die WM im Aufwind, dann ist da auch der neue Ausrichter und dadurch ein etwas früherer Termin und dann war auch noch Holgi da! Ja wirklich der Moister hat sich auf Binnenrevier, noch dazu ein so eigenartiges wie den Wannsee getraut. Holgi segelte übrigens mit Jürgen W. der wohl sein bestes Jahresresultat einfuhr.

Die Starterliste war in diesem Jahr auch überaus interessant, neben den ganzen Berliner Teams kamen auch viele aus dem Norden, dazu Alex ganz weit aus dem Süden und ein polnisches Team aus Gdansk. Der Steuermann Piotr war auch bei der WM in Warnemünde dabei. Erschreckend war aber auch wieder die Alterskurve der Schiffe – neben dem polnischen und unserem Schiff gab es keinen unter 83!

Und die Bedingungen zum Segeln waren für Herbst optimal. Denn obwohl das Wetter überaus mäßig begann – die ganze Nacht und auch noch den Vormittag Dauerregen! – war es pünktlich zum Boote aufbauen regenfrei und wir gingen motiviert ins Rennen. Ich konnte mal wieder Ani überzeugen, mit mir zu fahren und wir wollten natürlich unsere Leistung vom letzten Jahr etwas toppen.

Auf dem Wasser hatte ich dafür ständig das Problem, daß der Oldtimer nicht schnell genug war. Zumindest auf der Kreuz lief es nicht so gut wie erhofft, dafür unter Spi umso besser. Gerade unter Spi haben wir, obwohl die Manöver ab und zu nicht so doll waren, das eine oder andere mal sehr geniale Dinge geleistet. So zum Beispiel in der ersten Wettfahrt, wo wir ewig immer so auf 22 / 23 rumlungerten, dann aber direkt vor der Boje X noch 4 Schiffe überholen konnten und dann auch so ins Ziel kamen! Ich denke, die anderen haben nicht schlecht gekuckt, als wir vor ihnen waren.

Bei der dritten Tageswettfahrt hatten wir allerdings mit dem auffrischenden Wind leichte Schwierigkeiten. Direkt zum Start ging es auf gut 4 Bft hoch und wir trimmten erstmaleine zeitlang herum, ehe wir den für uns optimalen – sprich zumindest gut fahrbaren – Bereich herausgefunden hatten. Da waren allerdings die ganzen schwereren Crews schon weit weg. Hier half uns auch das Spifahren wenig, Ani hatte ich inzwischen so kaputt gespielt, daß wir alles locker angehen mußten.

Etwas eklig war dann, daß kurz bevor wir den Verein wieder erreichten, satter Regen begann. Zudem nervte die Slipanlage im VSAW, da sie etwas kurz baut und entweder das Schiff auf den Trailer gezerrt werden mußte oder aber der Trailer samt Schiff wieder auf die Slipanlage. Dafür gab es am späteren Nachmittag ein umfangreiches Buffet und Freibier! Wer hätte das gedacht, obwohl alle schon beim ersten mal ordentlich zuschlugen, reichte es sogar für eine zweite Portion.

Der Sonntag begann dann völlig herbstmäßig. Und wir waren zuerst überhaupt nicht motiviert. Aber der Wind zum Glück auch nicht und so gab es ersteinmal eine Startverschiebung. Die schien gewirkt zu haben, denn Petrus schaltete den Regen ab und den Wind an und so konnten wir nochmal zwei schöne Läufe fahren. Der letzte war für uns wohl die Krönung. Wenig falsch gemacht und dann auch noch halbwegs schnell unterwegs schafften wir einen 15. Und besiegten dabei auch unseren Alex. Reichte aber leider am Ende nicht für eine Verbesserung in der Gesamtwertung und so war unser Streicher auch
gleich unserer Platzierung – 20!

Aber auch vorne ging bei allen Wettfahrten ganz schön was ab. Hier gab es heftige Kämpfe zwischen Lutz/Frank und Helen/Robert. Beide fuhren jeweils zwei 1. Plätze und hatten dadurch am Ende nur 1 Punkt Unterschied. Berliner Meister sind damit die Jungs aus Rostock.

Alle Ergebnisse unter: int505.de

Herbstsegen

Am Wochenende hatte ich noch einmal so richtig Glück. Anfang Oktober kann das Wetter auch ganz anders sein. Ich kann mich an Regatten am Tag der Republik erinnern, bei denen es geschüttet und gestürmt hat. Meistens waren wir an dem Termin auf dem Storkower See und es war die letzte Regatta im Opti oder Cadet im Jahr.

In den ersten Jahren fuhren wir immer noch auf den Großen Storkower See. Dazu mussten wir immer durch eine Enge, in der dann auch noch Reusen standen und hier drehte der Wind furchtbar. Durch die Düsenwirkung war er dann auch noch stärker als auf dem See und so habe ich gleich bei meiner ersten Optiregatta dort gekostet, wie das Wasser schmeckt.

Und in einem anderen Jahr stürmte es wieder. Diesmal waren wir mit dem Cadet unterwegs. Dem legendären 151, der schon so Manchem das Schrecken lehrte. Der 151 hatte ein sehr sensibles Ruderblatt aus Aluminium, dass an diesem Wochenende auch seinen schwärzesten Tag hatte, denn es knickte bei stärkerem
Ruderlegen einfach weg und brach dann sogar! Das führte natürlich jedes mal zu einer Kenterung. Aber es kümmerte mich nicht, dass wir mit unserem Ölzeug triefend nass wieder ins Schiff stiegen, ich wollte weiter segeln, wollte es den Gegnern zeigen.

Aber darum soll es hier ja auch gar nicht gehen. Denn in diesem Herbst bin ich schon wieder fremd gegangen, nachdem ich schon vor 14 Tagen die Klasse gewechselt hatte und mit Schmidti in Prenzlau auf dem Langlaufboot und schon am letzten Montag im Kielboot unterwegs war, wollte ich nun erneut Kielboot fahren.

Beneteau 25 heißt das Teil und entstammt der Feder von Bruce Farr. Ich würde sagen, ihm ist dabei ein großer Wurf gelungen, denn das Ding sieht schnell aus und segelt auch sehr schnell. Da kriegen viele 33″ und 35″, sogar mache 42″-Schiffe Angst, wenn so eine kleine Beneteau am Horizont auftaucht.

Da das Schiff so eine gelungene Konstruktion ist, hat es auch schon eine gute Verbreitung gefunden und kann im Gegensatz zu diversen anderen Sportsbooten in eigenen Feldern starten. Nach Berlin kamen dann auch 17 Schiffe. Eine Zahl, über die sich jede Jollenklasse freuen würde. Die Schiffe kamen dabei nicht nur aus Berlin, sondern z.B. auch aus Kiel. Einige fast direkt von der WM, die gerade vor ein Paar Tagen auf Sardinien beendet wurde.

Ganz so professionell waren wir nicht aufgestellt. An Bord vertreten waren Heike die Piratenseglerin, Christian vom H-Boot, Stefan der sonst Banner 23 segelt, dann natürlich Peter, dem das Schiff gehört und ich – sonst steuere ich ja was kleineres, wie z.B. 505 oder Contender. Hier war dann auch nur der Spi mein Aufgabenbereich – 70 m² Tuch.

Das Wetter war perfekt für Oktober, bis zu 20°C, Wind zwei bis drei Beaufort am Freitag, bis vier am Sonnabend. Nur am Sonntag schlief er dann ein und nach einem Lauf wurde abgebrochen. Und wir schlugen uns Tapfer 10. und 11. Plätze an Freitag und Sonnabend, nur der 14. vom Sonntag fällt da etwas raus. Und mit dem 11. in der Gesamtwertung bei 17 gestarteten Schiffen waren wir auch ganz zufrieden.

Sonnenfinsternis und Beneteau 25

Gestern war sie ja nun endlich da die sonnenfinsternis. Wobei ich ja noch glück hatte, denn zum einen war ich in berlin, wo die sonne zu immerhin 39 Prozent verdeckt war und nicht nur zu 36 wie bei mir zu hause. Zum anderen hatte ich auch glück, da ich wirklich etwas davon gesehen habe.

Allerdings nur wenig, denn die sonne schaute nur kurz zwischen den wolken hindurch und dann war die aufmerksamkeit auch wieder von der regatta gefangen. Nachdem ich am letzten WE ja schon einmal fremd gegangen war und zusammen mit schmidti in prenzlau einen glorreichen 1. Platz belegte, wollte ich diesmal auf einer beneteau 25 probieren, ob ich auch an anderen
bootsklassen spaß haben könnte.

Allerdings war der ringelnatz cup 2005 erst einmal die probe für die teilnahme am senatspreis am nächsten we. Witzig dabei, dass das training des ringelnatz cups am tag der deutschen einheit, die ursächliche regatta jedoch am tag der republik stattfindet! Tag der republik war ja schließlich der 7.Oktober.

Ringelnatz cup war für mich die erste wannsee-regatta im dickschiff und ich fand es erst einmal bemerkenswert, wie viele mit hightec ausgrüstete schiffe am start waren. Und dazu gab es noch eine reihe wirklich schöner klassiker. Insgesamt kamen ca. 70 schiffe zusammen, die jeweils in dreierteams aus einem verein antraten.

Da es wenig sinn macht, ganz schnelle und ganz langsame schiffe zusammen starten zu lassen, wurde das starterfeld bei yardstick 100 getrennt, die schnelleren starteten zuerst. Vor dem start mussten wir allerdings über ein stunde warten, weil kein wind war.

Der start selbst war ziemlich scheisse, da alle schiffe meinten, am schiff starten zu müssen. Und wenn die kleine beneteau dann in den windschatten eines dieser riesendampfer wie z.B. comfortina 42 geraten, ist erst mal schluß mit lustig, weil dann einfach alles steht. Gemein ist dabei auch noch, dass die dicken dinger auch einfach weitertreiben, obwohl sie gar keinen wind mehr haben und einfach stehen bleiben.

Aber egal, irgendwie haben wir uns dochnoch aus den fängen der riesenwindschatten gerettet und kreuzen im vorderen mittelfeld zur tonne eins und von da weiter zu einer der regattatonnen am nördlichen ende der großen breite.

Kurz vor der boje wird allerdings noch mal richtig gewürfelt, der wind weht kurzzeitig scheinbar nur für den 20er, der etwas in luv von uns war und schon ist er fast uneinholbar weg, geht weit vor uns rum.

Da geht der spi hoch, was trotz der größe (70 m²) relativ zügig geht. Eigentlich kaum langsamer als auf der fife. Und der spi fährt sich auch relativ einfach, zumindest bei dem wind. Ich wandel dadurch wieder auf alten pfaden, denn ich habe seit bestimmt zwehn jahren keinen spi mehr auf einer regatta gezogen und gefahren.

Irgendwie schaukeln wir auf die art über den kurs und trotz des wenigen windes relativ zügig. Ein viel langsameres schiff möchte ich bei solchem wind aber auch nicht fahren. Es geht runter und zurück auf den wannsee und noch mal hoch zur großen breite und der regattatonne 3. Die kreuz ist dabei wieder eher würfeln statt richtiges segeln, denn der wind ist mal hier und
mal da.

Nach der 3 geht wieder der spi hoch, oder nein – er geht nicht hoch, das spifall hat sich gelöst und so ist nur das fall oben. Scheiße, das war wohl mein fehler beim umschäkeln – schnappschäkeln muss ich wohl noch lernen.

Aber peter trägt es mit fassung und schlägt vor, alternativ das genuafall zu nehmen. Genua runter, umschäkeln, spi rauf und wir haben nur wenig oder nichts verloren. Und wir merken auch, dass das training bei der ersten runde gewirkt hat, die halsen werden besser, der spi fällt nicht ein und das schiff fährt.

Inzwischen sind schon über 3 h vergangen, dabei haben wir erst ungefähr die hälfte des kurses absolviert, oder etwa nicht? An der leetonne fahren alle irgendwelche komischen manöver – sieht fast aus wie zieldurchgang! Unser glück, denn so haben wir kein problem mehr mit dem spifall, wir können unter spi auch den angriff der DEGEWO-Beneteau abwehren und überholen sogar noch das italienische sportboat kurz vor dem ziel.

Jetzt bin ich nur gespannt, wie es nächste woche wird.