VDO CD 01

Kabellose Übertragung von Leistungsdaten im Fahrradbereich war schon immer eine spannende Angelegenheit. Mit Freude erinnere ich mich an Herzferquenz-Daten von anderen, wenn ich jemanden überholt habe, die plötzlich auf meinem Vetta auftauchten oder an Anzeigen, die vor allem durch Hochspanungsleitungen erzeugt werden.

Umso gespannter war ich den digital übertragenden Fahrradcomputer CD 01 von VDO, den ich vor kurzem an Fred montiert hatte. Bei der ersten Testfahrt lief auch alles super. Die Geschwindigkeit schien zu stimmen und am Ende auch ungefähr die gefahrenen Kilometer.

Bei der zweiten Ausfahrt wurde es allerdings lustig. Denn hier meinte der kleine, er müsse nicht ständig irgendwelche Daten übertragen, es reicht, wenn er dies bei ca. 50 Prozent der Strecke tut.

Guter Rat war da erstmal gefragt und ich überlegte, woran es gelegen haben könnte? Vielleicht daran, daß ich ihn hinter und nicht vor der gabel angebaut hatte? Fred hat eine Noleen Proflex Parallelogrammgabel, bei der die Gabelscheiden vor der Nabe nach unten kommen und das Rad sozusagen gezogen wird.

Der Anbau vor der Gabel brachte aber richtig lustige Ergebnisse. Denn die Geschwindigkeit wurde ca. doppelt bis dreimal so hoch angezeigt und dementsprechend waren auch die gemessenen Kilometer wesentlich zu groß. Ursache könnte sein, daß der Magnet nicht auf kürzestem Weg am Sensor vorbei gezogen wurde? Hier half auch ein Verschieben weg von der Achse nicht.

Also doch wieder nach hinten montiert, jetzt klappte die Übertragung
allerdings wieder nicht optimal. Mir fiel beim Fahren jedoch auf, daß die Übertragung sehr oft wieder begann, nachdem die Gabel eingefedert hatte, vielleicht weil Sensor und Computer dann wieder Sichtkontakt hatten?

Daraufhin verdrehte ich den Computer so am Lenker, daß zwischen den beiden eine optische Verbindung besteht und seitdem geht es – sieht allerdings dämlich aus.

Shimanski und die Bastelei

Eigentlich dachte ich, daß so etwas bei aktuellen Teilen nicht mehr
vorkommt, aber die guten shimanskis belehrten mich mal wieder eines
besseren.

Mein ziel war nur, eine alte LX-Kurbel wieder zu verwenden. Es war ein kurbel bei der das große kettenblatt mit dem kurbelstern vernietet ist und somit zusammen mit diesem ausgetauscht werden muß. Das ist eigentlich ganz einfach. Den sicherungsring lösen, die sicherungsmutter lösen, den alten kurbelstern demontieren, den neuen rauf und alles wieder festschrauben und den sicherungsring rauf!

Aber so einfach machen es mir die lieben techniker doch nicht, denn der neue ist dünner als der alte! Was weiß ich warum, aber das ganze klappert, auch wenn ich die sicherungsmutter ganz fest anziehe!

Zum glück habe ich gleich eine idee und auch ein größeres altteilelager. Und so finde ich eine scheibe mit passendem durchmesser und passender stärke, die ich dazwischen legen kann. Etwas von der eleganz ist jetzt vielleicht dahin, da die scheibe nicht plan ist, aber zumindest ist die funktion gewährleistet und ich muß nicht gleich noch eine neue kurbel kaufen.