Nerv

Seit dem letzten Jahr nutze ich die GPS-Halterung, war zwar nie vollkommen zufrieden, fand sie vom Preis-Leistungsverhältnis aber ganz o.k..

Ein Problem ist im Gelände, daß das Ablesen bei wackelndem GPS natürlich erschwert oder unmöglich ist. Das störte mich bisher nicht genug, um etwas zu ändern, da ich die Gegend, durch die ich fahre meist kenne.

Neuerdings nervt das Teil aber, indem es sich lose pendelt im Gelände und dann schief hängt oder sogar schon nach hinten geplatt war. Das geht natürlich garnicht und so muss ich jetzt wohl basteln.

interessanter Besuch

In meiner Werkstatt habe ich gerade Besuch von einem älteren Fahrrad, mit einem sehr interessanten Schadensfall.

Das Alter des Rades und damit der Felge ist allerdings nicht bekannt. Interessant dürfte aber sein, daß das Fahrrad mit dieser Felge noch fahrbar war, wenn auch die hintere Bremse keinen Nutzen mehr entfaltete.

Eine weitere Besonderheit fiel mir erst später auf. Bei der Felge handelte es sich um eine 27er Felge. Nach ETRTO hat die Felge also einen Außendurchmesser von 630 Millimetern, nicht die bei 28ern üblichen 622. (Felge: Größe)

Quietsch, knarz

Bereits zum dritten mal in diesem Frühjahr machte ich mich heute früh am morgen auf den Weg und nahm die knapp 50 Kilometer zwischen meinem Heim und meiner Arbeit unter die breiten Stollenräder.

Entlang der Panke geht es nach Norden bis zur Stadtgrenze. Dabei kann ich schnell der morgendlichen Autofahrerhektik entfliehen und sehe, wie die Sonne glutrot über dem sonst grauen Horizont hängt und dann schnell an Höhe gewinnt.

Auf den landschaftlich offenen Streckenabschnitten werde ich durch relativ starken Nordostwind gebremst und so suche ich immer wieder den Schutz von Baumgruppen. In Ladeburg komme ich kurz in die morgendliche Hoffnungstaler-Anstalten-Rushhour, verschwinde dann aber auch gleich wieder im Wald.

Erneut ein Paar Autos, als ich auf der B2 / L200 Richtung Melchow steuere. Entspannung bringt mir der kleine Abzweig vor der Bahnschranke, wo es wieder für einige Meter auf einem Waldweg und dann durch Nebenstraßen geht.

Dann noch etwas Straße, die geradling nach Nordnordost führt und auf der ich den Gegenwind spüre. Aber inzwischen bin ich halbwegs warm geworden und so drücke ich The Brave kraftvoll dem Ziel entgegen.

Was bei der ganzen Fahrerei aber nervte war ein rythmisches quietsch-knarz, das vermutlich aus dem Tretlager kam. Es scheint fast, als wäre das LX-Lager nach knapp 11.000 Kilometern am Ende seiner Leistungsgrenze angelangt.

Lichtentfaltung

Vor kurzem habe ich meinem Heldenbike ein neues Frontlicht spendiert und heute konnte ich es das erste mal auf einer längeren Tour testen.

Es einmal einen Plan A zur Beleuchtung, der darin bestand, ein Lämpchen zu bauen, ähnlich wie es j-coop einmal getan hatte und auch viele andere vor ihm. Aber da mir etwas die Zeit fehlte, starb das Projekt und ich ging zu Plan B über und bediente mich jetzt bei einem kommerziellen Anbieter, denn inzwischen können auch die ganz brauchbare Lampen herstellen.

Die Auswahl an Dynamolampen mit LED ist allerdings noch so gering, daß vor allem der Preis entscheidet, denn neben einigen fast unbezahlbaren und anderen kaum lieferbaren Modellen, gibt es auch einige "preiswerte" Leuchten. So wurde es bei mir eine Lumotec IQ Cyo N von b+m, die ich für nur 50,-EURO im Netz fand.

Bei der verwendeten Version wird eine Leuchtstärke von 60 Lux versprochen, allerdings wird dies mit dem Nachteil eines schlecht ausgeleuchteten Bereichs direkt vor dem Bike erkauft. Dahin leuchtet die Version Cyo N Plus, die dafür aber nur 40 Lux hat.

Aber was genau sind 60 Lux in der Realität? Ehrlich gesagt, hatte ich dazu keine Vorstellung, aber im Vergleich mit einer Sigma Karma, die ich zusätzlich auf dem Kopf trug, schlug sich die Lampe prächtig.

Sie machte einen ca. 5m breiten Streifen vor mir gleichmäßig hell und zwar so hell, daß die Karma erst in der zweiten Leuchtstufe punktuell auszumachen war. Insgesamt gibt die Lampe auch so viel Licht ab, daß sogar Fahrten auf schmalen Wegen Nachts durch dunklen Wald möglich sind.

Die Karma bot dazu auch eine gute Ergänzung, da sie etwas breiter leuchtet und vor allem unabhängig vom Lenker geschwenkt werden kann. Zudem kann sie bei Bedarf den Nahbereich ausleuchten.

Zur IQ Cyo gibt es auch einen gut aussehenden Halter aus dickem Nirodraht. Aber leider paßte dieser nicht zu den Tektro-Cantilever-Bremsen, ließ sich auch durch massive Biegerei nicht passend machen und so bleibt weiter der von mir einmal aus einem Stück Blech gefertigte Halter montiert.

Softcase

Nachdem mir vor kurzem die original Garmin-Halterung für das 60csx abgebrochen war und ich nicht wieder auf ein solches Teil Lust hatte, gleichzeitig aber die touratech-Halterung, die ich an der Dakar benutze, für das Bike zu klobig und vor allem unflexibel fand, habe ich mich jetzt für die Softcase-Halterung von gps24 entschieden.

Die Halterung wirkt auf den ersten Blick etwas primitiv im Vergleich zur touratech- aber auch zur Garmin-Halterung. Sie bietet aber zum einen den Vorteil, daß das 60csx recht gut von Stößen entkoppelt ist und zum anderen, daß am Lenker nur ein Streifen Klett verbleibt. Und wenn ein weiteres Bike GPS-tauglich gemacht werden soll, reicht ein neuer Streifen Klett.

Die Halterung kam zum Wochenende und erlebte heute ihren ersten Einsatz. Und obwohl es etwas wackelt, ist die Karte ganz gut abzulesen (wenn es richtig wackelt ist sowieso keine Zeit zum Karte betrachten). Ungünstig ist nur die Lage weit vor dem Lenker und die schlechte Erreichbarkeit von einigen Knöpfen.

Halterbruch

Daß der Originalhalter der Garmin-GPS60-Reihe keinen besonderen Ruf hat, hatte ich schon vor dem Kauf gewußt, mich aber doch für dieses Teil entschieden, da es zum einen relativ günstig ist und zum anderen auch relativ unauffällig.

Nachdem mir der Halter gestern aber einfach abgebrochen ist und mein GPS60 nur nicht auf die Straße gefallen war, da ich ihn am Halteriemen am Lenker gesichert hatte, weiß ich was die kritischen Stimmen meinten.

Trotzdem werde ich mal sehen, was der Verkäufer zu dem Problem meint!

Extra Wheel Trailer

Den Extra Wheel Trailer hatte ich schon vor längerer Zeit gesehen und die Umsetzung fand ich gelungen. (Vielleicht überzeugt mich das System ja auch, da ich selbst einmal ähnliche Gedanken zum Trailer hatte, diese dann aber zugunsten eines festen Trailers nicht umsetzte).

Singletrackworld hat im Juni eine kleine Review zu dem Trailer geschrieben und fand ihn gut, allerdings für harten Offroadeinsatz nicht robust genug, meldete aber, daß eine teilweise verstärkte Version geplant sei.


Reviewed: Extra Wheel Trailer

Eigentlich ist es erstaunlich, daß dieser Trailer noch keine allzu große Verbreitung gefunden hat. Denn zum einen ist er mit aktuell 150 £ (das sind zur Zeit weit unter 200 EURO) günstig auf der Insel. Zum anderen bietet dieses Konzept im Gegensatz zu Trailern wie dem Bob den Vorteil, daß ein Ersatzrad bzw. Reifen automatisch mitgeführt wird. Gerade bei längeren Touren ein unschätzbarer Vorteil.

Dieser Vorteil bewog mich damals in den von mir entworfenen und gebauten Trailer auch ein 26″-Rad einzubauen. Auch weil ich glaube, daß der Rollwiderstand etwas geringer als bei den kleinen Bobrädern ist.


Der Satellite, wie ich ihn auf der Ungarntandemtour 2003 verwendete

Würde ich heute wieder vor der Wahl stehen, welche Art von Trailer ich für eine Radtour nutzen möchte, käme der Extra Wheel Trailer auf jeden Fall in die engere Wahl. Meinen eigenen Anhänger finde ich zwar immer noch sehr gut, allerdings ist er bei Flugreisen oder im vollen Zug unhandlich. Der Extra Wheel Trailer ist durch die abnehmbaren Taschen wesentlich flexibler.

Weitere Infos zum Extra Wheel Trailer: extrawheel.com

Benutzt wurde der Trailer u.a. auch bei der Befahrung der Canning Stock Route durch Jakub Postrzygacz: Canning Stock Route Adventure

Der Extrawheel wird übrigens in unserem Nachbarland Polen hergestellt und kann auch direkt über den online-Shop bestellt werden. Sollten die im Singletrackworld-Artikel angegebenen Preise allerdings stimmen, lohnt sich wohl eher der Kauf auf der Insel.