Das Sowohl-als-auch-Bike

IMG_20160401_144018807

IMG_20160401_144353154

IMG_20160401_144858171

IMG_20160401_145258811

Heute war ich mal wieder mit dem Kona Honky Inc. unterwegs. Das Bike sollte eigentlich ein Sowohl-als-auch-Bike werden, die Gabel suggerierte mir, daß Reifen bis 35 vielleicht auch 40, 45mm Breite eingebaut werden könnten und dadurch das zügige Befahren von Asphalt und auch Schotter- bzw. normalen Waldwegen kein Problem darstellen sollten. Leider hatte ich bei der Rechnung übersehen, daß der Hinterbau überaus schmal gebaut ist und nur Reifen mit 28 mm Breite zuläßt. Die beschriebenen Wege fahre ich mit den 28 mm breiten Slicks trotzdem, ein ungutes Gefühl bleibt aber, wenn ich es zulasse und ich träume dochnoch von einem richtigen Sowohl-als-auch-Bike.

IMG_20160401_145807739

Abschlussabschlusstour

Nachdem ich vor 2 Tagen schon eine Jahresabschlusstour für 2015 unternommen hatte, ergab sich heute noch einmal die Gelegenheit, einige Kilometer auf dem Bike zurückzulegen. Es stand ein einfacher Transfer vom B nach F an. Dabei ging es über bekannte Wege. Die Sonne meinte es gut mit mir, der Wind war aber gegen mich und so zog es sich und der nur eine Gang am il.pompino machte es nicht leichter.

DSC02396

DSC02422

DSC02427

DSC02431

Jahresabschlusstour auf Abwegen

Eigentlich wollte ich heute so etwas ähnliches wie die Grimitzsee Super 8 fahren, aber schon kurz nach der Haustür kam ich auf Abwege und wählte den Weg am Treidelweg entlang und dann über die Kastanienallee nach Westen und weiter zur Kaiserwegbrücke. Von da über den Feldweg Richtung Rosenbeck nach Eichhorst und dort am Ostufer am Werbellinkanal entlang. Hier traf ich die ersten Läufer.

2015-12-28 10.45.53

Weiter ging es am Seeufer entlang. Kurz vor Altenhof treffe ich wieder Läufer unter denen sich auch ein Bekannter befand. In Altenhof dann einige für mich neue Bauvorhaben. An der Promenade wird ein neues Hotel gebaut, etwas weiter hinten sind die neuen Wohnimmobilien schon fertig und suchen noch den einen oder anderen Käufer.

2015-12-28 10.54.08

2015-12-28 10.54.47

2015-12-28 10.55.47

Von Altenhof folge ich dem Seeufer weiter durch das EJB und zu der Stelle kurz vor dem alten Freilufttheater wo eine Asphaltstraße hoch zur Altenhof-Joachimsthaler Straße (L238) führt.

Bis zum Grimnitzsee ist es nicht weit und ich halte kurz am Ufer inne. Um den Grimnitzsee fahre ich gegen die Uhr zunächst auf dem Radweg am See und später durch Althüttendorf. Auch im Nordosten stoße ich noch einmal bis zum Ufer vor.

20151228_115229

Den Grimnitzseekreis vollende ich an der zuerst angelaufenen Badestelle und fahre von dort auf der Straße bis Althüttendorf.  Hier geht es wieder weg vom Asphalt und auf Feld- und Waldwegen quer durch bis zur Straße von Joachimsthal nach Golzow. Aber gleich am flachen Bugsin biege ich schon wieder ab und fahre den Waldweg parallel zur Autobahn.

Hier treffe ich Rückepferde und später noch einen Rücketraktor. Der Weg sieht dementsprechend aus und die Beine werden weich.

20151228_124821

20151228_125316

Durch den Wald geht es Richtung Buckow …

20151228_130136

… und von da über die alte KAP-Straße nach Steinfurt. Da reichte es mir auch schon völlig… Am Ende waren es 3 1/2 h und gut 62 km und eigentlich wäre wohl ein MTB ne gute Wahl gewesen, ich war aber auf dem HonkyInc unterwegs. Aber der kleine Motivator half.

20151228_130141

Zum Schiffshebewerk

DSC00604

DSC00608

Etwas Zeit am Abend, dazu etwas Sonne und schon bin ich motiviert, eine kleine Feierabendrunde zu drehen. Am Finowkanal entlang geht es nach Osten zum Schiffshebewerk und dann über Sandkrug, Senftenhütte, Golzow wieder zurück. Und hinter Blütenberg erlebe ich einen Sonnenuntergang, der mir den Atem stocken läßt.

DSC00666

DSC00679

Und ja, dieses Leibchen hat meine Motivation erhöht. Ich bin stolz, daß ich seit 10 Jahren dazu gehören darf, auch wenn ich derzeit zu wenig mit den Freunden fahre.

Klassische Runde auf neuem Untersatz

Einen meiner heutigen Etappenort hatte ich vor ca. 10 Jahren zum ersten mal auf schmalen Reifen angefahren. Das Bike ist ein anderes, aber auch der Untergrund von Straßen in der Umgebung und meine Form haben sich verändert. Die Runde beginne ich entlang des Finowkanals, hinter dem Schiffshebewerk geht es die gut 30 Höhenmeter hinauf und dann in den Wald nach Sandkrug. Im Wald geht es weiter beständig aber nicht steil bergauf, ehe vor Sandkrug eine lange Abfahrt beginnt. Richtung Chorin geht’s dann wieder hoch. Mittendrin ist eine Steigung, die mich nicht nur damals ordentlich forderte. Bis Senftenhütte geht es wieder leicht bergauf, was aber eigentlich kaum zu merken ist.

Hinter Senftenhütte hat sich die Straße gegenüber damals geändert. Dank Mitteln für den ländlichen Wege- und Straßenbau ist die Verbindung nach Golzow jetzt eigentlich komplett rennradtauglich. Kein ausgewaschener Feld- und Waldweg, der einem die Kraft aus den Beinen saugt. Es gibt auch keine langen Pflasterpassagen mehr. Das Rad rollt einfach bis Golzow durch.

DSC08973

Erst danach wird es fahrerisch anspruchsvoller. Die Straße scheint von Jahr zu Jahr schlechter zu werden. Das Pflaster wird unebener, die Sandstücken tiefer und auch die Schlaglöcher vertiefen sich. Das Teilstück ist aber nur wenige Kilometer lang, ab kurz vor Blütenberg rollt es wieder. Schlechter geworden ist auch die alte KAP-Straße zwischen Buckow und Steinfurt. Aber noch ist der Zustand so, daß die relativ schmalen Reifen noch nicht an ihre Grenze kommen.

Bei der heutigen Tour fuhr ich mein individuell aufgebautes Kona Honky Inc., das mir wieder viel Spaß gemacht hat. Besonders gut macht sich der BROOKS C15. Weiterhin gibt es keine Sitzbeschwerden, der Sattel paßt einfach und funktioniert. Aber auch die AVIDs bremsen besser als erhofft und der Retroshifter tut zuverlässig seinen Dienst.

1h Kona Honky Inc.

DSC07230

DSC07235

Das Kona Honky Inc ist ein typisches Beispiel dafür, was passiert, wenn man Dinge einfach nur kauft, weil man sie toll findet. Das Projekt Kona Honky Inc begann mit dem Kauf eines 2010er Rahmen in Größe 61 cm zum Ende des Jahres 2011. Zeitgleich mit dem Rahmen bestellte ich auch die meisten anderen wichtigen Teile. Letztes wichtiges Bauteil war der SON Nabendynamo von Wilfried Schmidt Maschinenbau im darauffolgenden Frühjahr. Und dann hätte es eigentlich losgehen können …

Ging es aber nicht, ich baute zunächst das Vorderrad. Das lief noch halbwegs flüssig. Beim darauffolgenden Hinterrad quälte ich mich aber. Auch hier wollte ich Sapim CX-Ray mit Alunippeln einbauen. Für die Sapims hatte ich mir auch extra einen Halter gebaut. Mir fehlte dann aber die Zeit, das Hinterrad am Stück durchzubauen und mit jedem neuen Ansatz schienen sich die Alunippel schwerer zu drehen. Nachdem ich den zweiten abgerissen hatte, tauschte ich sie auf der Zahnkranzseite gegen Messingnippel und hatte dann auch diesen Schritt geschafft. Obwohl das wohl das am schlechtesten eingespeichte Hinterrad meiner gesamten Schrauberzeit ist.

Dann gab es aber spannende neue Produkte. Den Retroshift wollte ich z.B. unbedingt anbauen, nachdem ich ihn entdeckt hatte. Ich kombinierte ihn mit einem Dura Ace Lenkerendschalthebel, den ich mal irgendwann für ein anderes Projekt gekauft hatte. Unbedingt haben wollte ich auch den Brooks C17. Mich faszinierte einfach die Idee, die dahinter steht und die Optik gefiel mir. Nachdem es dann aber den etwas schmaleren C15 gab, wurde es der und der C17 bleibt für mein Unit-Projekt.

Auch im Bereich des Antriebs kamen während der langen Wartezeit neue Ideen dazu. Bei der Kurbel schwankte ich lange Zeit, ob ich die Ritchey (die ich eigentlich mit 172,5mm Länge für zu kurz für mich hielt) oder lieber etwas neues einbauen sollte. Letztendlich gefiel mir das Design der Ritchey aber immer noch so gut, daß ich sie auf jeden Fall einbauen wollte und dazu kam, daß ich bei den neuen Kurbel keine fand, die mir 100%-tig gefiel und günstiger ist es so auch noch. Bei der Ritchey brauchte ich aber neue Kettenblätter und da ich noch keinen Umwerfer hatte und mich die Idee auch interessierte, wurde es ein Wolf Tooth mit langen narrow-wide-Zähnen.

Die letzten Entscheidungen wurden rund um das Licht gefällt. Am SON Delux mußte ich nie rütteln, der stand einfach fest und es gibt nach meiner Überzeugung noch immer keinen besseren Nabendynamo. Völlig geändert wurde aber die restliche Beleuchtung. Ursprünglich hatte ich von Supernova den E3 und das Rücklicht vorgesehen. Nachdem aber der Edelux II auf den Markt kam und mit ihm viele Farboptionen, war der Wechsel schnell beschlossen. Ähnlich schnell ging es übrigens auch mit dem Rücklicht. Kaum hatte ich das neue SON LED-Rücklicht mit Sattelstützmontage (bei mir Rahmenmontage) gesehen, war es auch schon bestellt.

Letzte Montageschritte waren dann Lenkerbandmontage und vor allem die Verkabelung der beiden Lichter. Ich zierte mich etwas, die langen Kabel abzuschneiden und die vielen verschiedenen Schrumpfschläuche verwirrten mich etwas, aber schließlich dauerte das Ablängen und Kabelschuhe anpressen sowie Schrumpfschläuche einschrumpfen in der reinen Ausführung auch nur ca. 20 Minuten und ich fragte mich nachher, wovor ich Angst gehabt hatte.

Und nun ist das Bike fertig und heute gab es die erste kleine Ausfahrt in der alten Heimat. Bekannte Wege, bei denen die 28mm-Glatzen nicht immer perfekt waren. Aber auf richtige Straße habe ich derzeit irgendwie nicht so die richtige Lust.