Kälteeinbruch

Der Osten Deutschlands erlebt derzeit einen der stärksten Kälteeinbrüche der letzten Jahre. Teilweise wurden Temperaturen unter -20°C gemessen. Und bei uns waren es heute morgen ca. -18°C, was auch schon ziemlich knackig ist.

Das kann mich aber nicht davon abhalten, auch heute morgen das Bike zu nutzen, um die 9 km bis zur Arbeit zu fahren. Die Wege sind inzwischen mit Spikes fast gefahrlos fahrbar und an vielen Stellen sogar ohne. Und wenn ich vergesse, daß heute morgen mein Daumen ziemlich kalt war, ist es auch kein Problem, sich für diese Strecke warm genug anzuziehen.

Das Wetter gestern war auch gut genug, um sich mal wieder nur aus Spaß aufs Bike zu setzen. Und so drehte ich eine kleine 2-stündige Tour bis zum schönsten See der Welt und wieder zurück. Der See ist inzwischen auch schon etwas zugefroren und wenn es weiter so kalt bleibt, wieder er wohl in spätestens einer Woche komplett zu sein.

Fred

Mit dem heutigen Tag durchstößt Fred die 400-Kilometer-Marke uind erweist sich damit als mein Lieblingsherbstbike. Fred macht sich sowohl gut für den täglichen Weg zur Arbeit,als auch für kleinere eher entspannnte Erkundungstouren. Unsere Gegend scheint wohl das ideale Terrain für einen SSP zu sein.

Dabei ist Fred aber auch der bessere Oliver, denn er hat Oliver auf dem täglichen Weg komplett verdrängt. Denn Fred ist ähnlich robust und simpel aufgebaut wie Oliver, nur manchmal auch noch viel besser. So ist es immer wieder schön, mit der doch sehr komfortablen Noleen Proflex Gabel und den fetten Reifen durch die Gegend zu rollen und der Flite Gel Sattel ist trotz seiner eher geringen Breite so komfortabel, daß ich für die 10 km Arbeitsweg auch ohne Polster kein Sitzproblem habe.

Zuerst erschien mir Fred etwas kurz, trotz seiner 610 mm Oberrohrlänge. Denn durch die Verwendung eines gekröpften Koski-Lenkers und auch des mit 110mm doch eher kurzen Koski-Vorbaus ist die Sitzposition wesentlich kürzer als auf dem Kona Cinder Cone, bei dem der Vorbau etwas länger ist und auch ein gerader Lenker montiert ist. Zum entspannten Fahren ist das aber anscheinend genau die richtig Länge.

Was mir auch Spaß macht, sind die fetten Reifen. Hinten habe ich einen Nokian NBX Lite montiert, der trotz seiner scheinbar normalen Breite von 2,3″ mein fettester Reifen ist. Er ist breiter als der Specialized More Extrem Umma Gumma mit 2,5″ und auch als der MAXXIS Larsen TT mit 2,35″. Zudem hat er Grip ohne Ende und rollt auch noch ganz passabel. Vorne habe ich einen Continetal Vertical montiert, der ebenfalls mit 2,3″ angegeben ist und mit seinen relativ weit auseinander stehenden Stollen auch gut die Richtung hält.

Bei der Übersetzung war ich mir zuerst nicht sicher, welche ich wählen sollte. Derzeit fahre ich mit 42/18, was ein brauchbarer Kompromiss aus Geschwindigkeit in der Ebene und Steigfähigkeit bei unseren kleineren Hügeln ist. Gerade die Steigfähigkeit wird aber auch positiv durch den breiten Lenker beeinflußt. Ich kann wesentlich mehr Druck ausüben als mit meinem schmalen CC-Lenker am KCC und mich so manchmal auch noch irgendwo hochdrücken, wo es eigentlich garnicht mehr geht!

Was mich nur immer wieder nervte war der VDO-Computer. Ich dachte, ich gönne mir mal was gutes und kaufe einen mit digitaler Funkübertragung. Aber das Gute Stück wollte nie so richtig mit mir spielen. Es gab keine Tour, bei der er mal komplett durchlief und immer schön die Werte anzeigte. Normal war eher, daß er nur 50 – 70 Prozent der Strecke anzeigte.

Hier dachte ich, es könnte an der Montageposition liegen, die Proflex hat ja doch eine ungewöhnliche Geometrie, aber ich habe an der Gabel alle möglichen Varianten durchgespielt, doch es half nichts! Schließlich habe ich entnervt aufgegeben und werde das Ding mal an meinen Händler zurück schicken. Statt dessen habe ich mir jetzt einen Billigcomputer aus dem Baumarkt gekauft. Der ist zwar ultraprimitiv, funktioniert aber seit inzwischen mehr als 100 km sehr gut und sein Name „Profex“ läßt mich doch unweigerlich denken, da hat doch einer geklaut …

Und was noch nervt, ist die nagelneue Shimano-XT-Nabe. Denn die hat jetzt Spiel und ich muß sie erst einmal auseinander nehmen und das Lagerspiel nachstellen. Naja gut, dann nerven auch noch die verbogenen Kurbeln, aber da muß ich einfach nochmal etwas investieren.

unterwegs mit Fred

Nach einer kurzen tour am sonntag, bei der mich vor allem nervte, daß die kette immer wieder absprang (falsches ritzel mit schaltgasse montiert!) habe ich heute endlich eine etwas längere ausfahrt mit fred unternommen.

Der rahmen von fred ist ein on-one inbred, den ich vor ca. 14 tagen erhalten habe. Ich wollte den rahmen schon länger kaufen, aber irgendwie war er mir dann doch zu teuer. Aber bei on-one gibt es derzeit einen modellwechsel auf ein ssp mit verschiebbaren ausfallenden und so gab es den 20″ rahmen nochmal für günstig.

Den rahmen wollte ich aber auch haben, weil bei mir im keller schon ewig eine noleen-proflex-gabel (proflex gibt es nicht mehr, die reste wurden von k2 übernommen) rumliegt, die in meine anderen rahmen nicht paßt, weil dort das steuerrohr wesentlich länger ist. Das inbred ist niedriger gebaut und so paßte es hier erstmal.

Allerdings scheint die gabel auch für diesen rahmen nicht optimal zu passen, scheint alles etwas direkt von der lenkung und die winkel sehr steil. Aber erstmal egal. Die gabel selbst arbeitet perfekt, sie ist da ohne aufzufallen – so wie ich es mir von jeder gabel wünsche.

Was allerings nervt ist der VDO C1, den ich angebaut habe. Der fängt an zu senden und hört dann wieder auf und fängt wieder an!?! Versteh ich nicht so ganz, was er für ein problem hat. Aber er hat immerhin 5 jahre garantie, da kann ich noch etwas beobachten, ob er sich nicht doch zum regelmäßigen arbeiten überreden läßt.

der neue ist da

endlich ist er da, mein neuer ssp-mtb-Rahmen. Nachdem ich mit meinem il.pompino schon sehr zufrieden bin, wollte ich unbedingt einen MTB-singlespeed von on-one. on-one macht gerade einen modellwechsel wodurch die alten inbred mit horizontalen ausfallern nicht mehr zu haben sind. Die Neuen haben jetzt zwar eine scheibenbremsaufnahme, aber sowas wollte ich ja garnicht. Da kam es gut, daß ich noch einen clearence-sail Rahmen bekommen habe, der war auch noch etwas günstiger als der originalpreis, wodurch die versandkosten sozusagen nicht angefallen sind. thanks for delivering.

Der rahmen ist ähnlich lang wie der vom kona aber hier ist das steuerrohr etwas kürzer, so daß ich die noleen-proflex gabel einbauen kann. Habe ich gestern natürlich gleich noch gemacht und auch noch ein hinterrad und ein vorderrad gefunden, so daß ich erstmal alles so ein bischen wie ein bike zusammenbasteln konnte.

Jetzt fehlen mir natürlich noch ein paar teile, vor allem vernünftige kurbeln, am liebsten 180mm lang, damit ich ordentlich druck machen kann. Wer welche hat, kann sie mir ja einfach anbieten.

Biken auf Formentera

Im August 2001 war ich eigentlich zu einem Törn auf dem Großsegler Atlantis auf die Balearen gekommen. Aber an dem freien Tag auf Formentera mußte ich natürlich auch einen kleinen Ausflug quer über die Insel unternehmen.

Es war sehr heiß, es ging zum größten Teil über Straßen und das Bike war im Hafen geborgt. Ne tolle Tour war es aber trotzdem.